In einem nationalen Aktionsplan wird angekündigt, den Antibiotikaverbrauch mit einem Monitoringsystem stärker zu überwachen und die Arzneimittelanwendung durch Tierärzte strenger zu regulieren. Antibiotika, die für den Menschen wichtig sind und Gefahr laufen, aufgrund von Resistenzen nicht mehr zu wirken, sollen nach und nach aus der Veterinärmedizin verbannt werden, berichtet AgE.

Verbote und mehr Geld für die Forschung

Insgesamt sollen dem Aktionsplan zufolge mehr als 100 als risikoreich eingestufte Medikamente für Nutztiere verboten, dafür aber die Erforschung neuer und sicherer Mittel für die Tiermedizin vorangetrieben werden. Das Pekinger Agrarressort gibt vor, dass bis 2020 weniger als 3 Prozent des Fleisches und der Meeresfrüchte Antibiotikarückstände aufweisen dürfen. Es werden acht neue nationale Labore in ganz China etabliert, um die Überwachung der Arzneimittelresistenzen zu verbessern, die durch die Verwendung von Tierantibiotika verursacht werden.

„Ernsthafte Bedrohung“ für die öffentliche Gesundheit

Zudem sollen die Behörden ihre Kommunikation und Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) intensivieren, um die grenzüberschreitende Ausbreitung von arzneimittelresistenten Bakterien einzudämmen. Die zunehmenden Antbiotikaresistenzen in China seien eine „ernsthafte Bedrohung“ für die öffentliche Gesundheit, betonte das Landwirtschaftsministerium. (az)
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