Task Force

Ciolos beruft Agrarminister ein

„Ich verstehe die Besorgnis im Agrarsektor"", lässt sich EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos heute im mittäglichen Informationsdienst der EU-Kommission zitieren. Darin kündigt er an, dass es am Donnerstag in Brüssel ein Treffen mit den EU-Agrarministern geben wird. Diskutiert wird, welche Folgen das russische Importverbot für Agrarerzeugnisse auf den EU-Märkten haben wird. Eine neu eingerichtete Task Force soll klären, unter welchen Umständen Landwirte auf Brüsseler Hilfe bauen können.

Die Krisenreserve steht bereits jetzt zur Verfügung", betont Ciolos. Er äußerte sich aber auch zuversichtlich, dass die europäische Landwirtschaft sich rasch auf neue Märkte und Chancen umorientieren könne.
 
Absatz nach Russland
Niederlande1,59
Deutschland1,54
Polen1,31
Frankreich1,27
Italien1,19
EU-Agrarexporte in Mrd. €, vergangene 12 Monate
Das russische Embargo trifft neben der EU die USA, Kanada und Japan. Am stärksten betroffen von den Verboten sind jedoch die EU-Länder. Die Europäer haben 2013 nach den Zahlen der EU-Kommission Agrarerzeugnisse und Nahrungsmittel im Wert von 11,8 Mrd. € nach Russland verkauft. Gemessen an den gesamten Agrarexporten der EU hat der Anteil ziemlich genau 10 Prozent betragen. Vom russischen Embargo sollen nach ersten Berechnungen Güter im Wert von 5,2 Mrd. € betroffen sein.

Innerhalb der EU wiederum trifft es einige Länder besonders hart (siehe Übersicht). Ganz vorne stehen die Niederlande mit umfangreichen Lieferungen von Gartenbauerzeugnissen. Es folgen Deutschland und Polen sowie Frankreich und Italien. (db)
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