Geflügelpest

Cloppenburg verlängert Stallpflicht

Im Landkreis Cloppenburg bleibt der Auslauf für die Legehennen bis Ende April gesperrt.
-- , Foto: Steffen Bach
Im Landkreis Cloppenburg bleibt der Auslauf für die Legehennen bis Ende April gesperrt.
Der Niedersächsische Landkreis Cloppenburg meldet einen weiteren Vogelgrippe-Verdacht in einem Putenbestand. Die Kreisverwaltung kündigte an, die aktuelle Aufstallungsanordnung bis zum 30. April zu verlängern. Die am 10. November verhängte Stallpflicht ist bis zum 31. Januar begrenzt.

Der aktuell von der Geflügelpest betroffene Betrieb mit 7.500 Putenhähnen liegt in Bösel in einem bestehenden Beobachtungsgebiet.

Freilandbetrieben drohen hohe Verluste
Halter von Freiland-Legehennen können die Eier trotz Stallpflicht 12 Wochen lang als Freiland-Ware vermarkten. Nach Ablauf dieser Frist müssen sie die Ware als „Eier aus Bodenhaltung“ kennzeichnen. Für die im Landkreis Cloppenburg seit dem 1. November geltende Stallpflicht läuft die Frist am 2. Februar ab. Für die Produzenten bedeutet die geänderte Vermarktung einen Verlust von rund 4 Cent je Ei. Bei einem Bestand mit 40.000 Tieren summieren sich die Einbußen auf bis zu 1.600 € pro Tag. 
Der Erreger vom Typ H5 wurde vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Oldenburg amtlich bestätigt. Das abschließende Prüfergebnis des Friedrich-Löffler-Instituts steht noch aus.

Die Tiere aus diesem Stall und aus einem Kontaktbetrieb mit weiteren 22.500 Putenhähnen sollen getötet werden. Um den Seuchenbestand wird aktuell ein Sperrbezirk mit einem Radius von mindestens drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von mindestens zehn Kilometern eingerichtet. Im Sperrbezirk befinden sich 17 geflügelhaltende Betriebe mit insgesamt rund 104.000 Tieren. Im Beobachtungsgebiet sind 185 Betriebe mit rund 2,3 Millionen Tieren betroffen. (SB)
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