Antibiotikaresistenzen

Connemann für gemeinsames Handeln

Gitta Connemann.
-- , Foto: jst
Gitta Connemann.

Resistenzen stellen fraglos eine der größten Bedrohungen der Welt dar, so Connemann heute im Verlauf einer Antibiotika-Debatte im Bundestag. Es handele sich um ein globales Problem mit größten Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben sowie die Wirtschaft, sagte Connemann.

Dabei zeigen sich in Deutschland auch positive Entwicklungen. So sei nach neuen Zahlen im Bereich der Tierhaltung der Einsatz von Antibiotika seit dem Jahr 2011 um 53 Prozent gesunken. Ebenso habe sich der Einsatz von Reserveantibiotika sehr stark verringert. Dabei müsse jedoch weiterhin gelten, dass sie Einzelfällen auch am Tier verwendet werden dürften, allerdings nur nach einem vorher zu erstellenden Antibiogramm. „Auch Tiere haben ein Recht zu leben", sagte Conneman.

Der Einsatz von Antibiotika zur Prophylaxe sei bereits seit dem Jahr 2006 untersagt, unterstrich Connemann. Die größten Erfolge gegen Antibiotikaeinsatz könnten durch vorbeugende Maßnahmen in der Hygiene und Haltung der Tiere erzielt werden. Connemann bekannte sich grundsätzlich zum Dispensierrecht für Tierärzte, jedoch gelte es, bestehende Fehlanreize wie überzogene Rabattstaffeln für Medikamente abzuschaffen.

Der Schwerpunkt zur Eindämmung der Entstehung von Antibiotikaresistenzen liege auch in der medizinischen Anwendung beim Menschen. Jedoch führe es nicht weiter Schuldzuweisungen vorzunehmen. Nur durch gemeinsames und zielorientiertes Handeln könnten zielführende Fortschritte erreicht werden, appellierte sie. (jst)
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