Glyphosat

Connemann kritisiert Debattenkultur


Die wissenchaftliche Qualifikation des BfR sei zweifellos gegeben, ebenso die Unabhängigkeit der Einrichtung, sagte Connemann in Berlin. Anläßlich einer Veranstaltung des Verbandes Agrar, Ernährung, Umwelt (VDL) bezog das Fraktionsmitglied der CDU sehr deutlich Stellung zum Vorgehen des als Gutachter geladenen Experten Prof. Eberhard Geisen von der Universität Bremen. Dieser hatte die Arbeitsweise des BfR und seines Präsidenten Prof. Dr. Andreas Hensel mehrfach als "unseriös" bezeichnet.

Der gesamte Ablauf der Anhörung sei "keine Sternstunde" der parlamentarischen  Arbeit gewesen, sagte Connemann vor den Teilnehmern des Parlamentarischen Abends des VDL. Es dürfe nicht zur Regel werden, die Integrität hochqualifizierter Personen und Institutionen grundsätzlich zu diskreditieren. "Damit begeben wir uns auf einen ganz falschen Weg", betonte sie. Auch gegenteilige Auffassungen müssten weiterhin auf der sachlichen und fachlichen Ebene diskutiert werden. Dafür sei seinerzeit im Jahr 2002 das BfR gegründet worden, "und zwar auf maßgebliches Betreiben der zur Partei Bündnis90/Die Grünen gehörenden damaligen Agrar- und Verbraucherschutzministerin Renate Künast. Mit dem BfR wollte sie genau die geforderte Unabhängigkeit und Seriösität der neuen Bundeseinrichtung garantieren. Auch die Debatte um die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat müsse auf ebenso sachorientiert erfolgen. Dafür biete das BfR Gewissheit, so Connemann. (jst)
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