Ackerbautagung

DBV: Glyphosat unverzichtbar

Moderne Pflanzenschutzmittel wie Glyphosat seien für die nachhaltige Entwicklung im Ackerbau unverzichtbar, sagte Wolfgang Vogel, Vorsitzender des Fachausschusses für pflanzliche Qualitätsprodukte im Deutschen Bauernverband (DBV),  bei seiner Eröffnungsansprache zur dritten Ackerbautagung des DBV.

Die Debatte im Bereich der Zulassung für Pflanzenschutzmittel in der Europäischen Union trage für ihn Züge eines "politischen Regulierungswahns". Ursprüngliches Ziel der Europäischen Richtlinie 1107 im Jahr 2009 sei eine Harmonisierung und Vereinfachung der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, sagte er. Nun, sechs Jahre später, werde deutlich, dass die Zulassung von Wirkstoffen weder einheitlicher noch schneller gehe.

Neben verschiedenen Fachbehörden wirke in Deutschland nach Vogels Aussage insbesondere das Umweltbundesamt (UBA) sehr restriktiv. Aktuell werde vom UBA gefordert, im Rahmen der EU-Zulassungsverordnung so genannte Ausgleichsflächen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu schaffen. Damit würden zu ohnehin bestehenden Vorgaben noch weitere Flächen aus der Produktion genommen werden.

Für einen zukunftsfähigen Ackerbau würde die Landwirtschaft dagegen eine breite Palette an Pflanzenschutzmittel benötigen, allein um ein effektives Resistenzmanagement betreiben zu können, appellierte Vogel. In diesem Zusammenhang verwies er auch auf die aktuelle Diskussion um den Wirkstoff Glyphosat. Dabei handele es sich um eine für die Landwirtschaft essenzielle Substanz.

Derzeit findet eine Neubewertung des Wirkstoffes statt. Die Ergebnisse seien abzuwarten, bevor laute Forderungen nach dessen Abschaffung erhoben würden, so sein Standpunkt. An die praktizierenden Landwirte appellierte Vogel, auch mit diesem Wirkstoff wie mit allen anderen Pflanzenschutzmitteln sehr sorgfältig und vorschriftsmäßig umzugehen. (jst)
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