Der Deutsche Bauernverband (DBV) attackiert den Dicounter Aldi wegen der Preissenkung bei Butter. Generalsekretär Bernhard Krüsken sagte im Gespräch mit der Osnabrücker Zeitung: „Die aktuelle Verunsicherung der Märkte wird genutzt, um Einkaufspreise zu optimieren.“

Er appellierte an den deutschen Handel, die Landwirte mit den negativen Auswirkungen des Embargos Russlands nicht alleine zu lassen. Infolge des Einfuhrverbots entsteht ein starker Preisdruck vor allem bei Obst und Gemüse aber auch bei Milchprodukten und Fleischwaren.

Der Discounter Aldi hatte am Montag den Butterpreis gesenkt und die anderen Händler waren dem Beispiel gefolgt.

Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) wehrte sich gegen die Vorhaltungen des Bauernverbands: "Diese Pauschalkritik weisen wir entschieden zurück", sagte Christian Böttcher der Nachrichtenagentur dpa. Er wies darauf hin, dass gerade der Preis für Milch und Molkereiprodukte sehr stark schwanke.

In Österreich hatte die Aldi-Tochter Hofer Äpfel und Tomaten zum halben Preis an die Verbraucher verkauft, den Lieferanten allerdings den vollen Preis vergütet. (hed)
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