Milchmarkt

DBV besorgt wegen Milchpulverbeständen

Die EU-Kommission müsste bald Lösungen für den Abbau der hohen Magermilchpulverbestände in der Öffentlichen Lagerhaltung finden. Andernfalls werden die Bestände den Eiweißmarkt in den kommenden Jahren belasten, warnte Schmal bei einem Treffen mit Vertretern der deutschen und französischen Milchwirtschaft. Die Branchenteilnehmer können sich vorstellen, dass Milchprodukte in Flüchtlingsregionen verteilt werden oder über den Europäischen Hilfsfonds an Bedürftige in der EU verschenkt werden.

Weiterhin gefordert bleibe der gesamte Milchsektor bei der Gestaltung der Lieferbeziehungen, wie Schmal unterstrich. „Molkereien müssen mit ihren Milcherzeugern marktgerechte und moderne Vereinbarungen für Mengen und Preise bereits vor der Erzeugung der Milch treffen. In Deutschland ist dies, anders als zum Beispiel in Frankreich, bislang nicht üblich.“ Der Milchbauernpräsident plädierte in diesem Zusammenhang ferner dafür, bereits etablierte und auch in der Entwicklung befindliche Instrumente anzuwenden, um den weiter zunehmenden Preisschwankungen entgegenwirken zu können. Der Austausch mit der EEX sei auch für die französischen Kollegen hilfreich gewesen, um die notwendige Anwendung von Warenterminbörsen im Milchsektor weiter zu etablieren. Insbesondere die Molkereien seien diesbezüglich in der Pflicht. (mrs)

stats