Mindestlohn

DBV fordert Zugeständnisse


In den deutschen Sonderkulturbetrieben, die Obst, Gemüse, Wein oder Hopfen anbauen, werden nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes (DBV) rund 310.000 Saisonarbeitskräfte vor allem aus osteuropäischen Staaten beschäftigt. Sie arbeiten vor allem in der Ernte, also in der Zeit der Arbeitsspitzen, die für den wirtschaftlichen Erfolg der Betriebe ausschlaggebend sind.

„Jede zusätzliche bürokratische Belastung ist in dieser Zeit zu vermeiden“, fordert das Präsidium des DBV. Die Aufzeichnungspflichten sollten deshalb ersatzlos gestrichen werden. Zumindest müssten sie so vereinfacht werden, dass eine Dokumentation der geleisteten Arbeitsstunden ausreicht, heißt es in der jetzt verabschiedeten Erklärung.

Ausnahmen für Familienangehörige

In vielen landwirtschaftlichen Betrieben seien auch Familienangehörige beschäftigt. Vielfach handele es sich dabei um Hofnachfolgerinnen und Hofnachfolger, die mit einem Arbeitsvertrag ausgestattet sind. Der DBV fordert für mitarbeitende Familienangehörige, diese nicht auch noch der bürokratischen Überregulierung zu unterwerfen.

Es müsse zudem bedacht werden, dass die Arbeit in der Landwirtschaft witterungsabhängig ist und das Ernten von verderblichen Lebensmitteln umfasse. Diese Besonderheiten seien durch zusätzliche Ausnahmeregelungen im Arbeitszeitgesetz zu berücksichtigen. (SB)
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