Der Netzausbau und die Planung der Verlegung von Erdkabeln ruft erneut die Kritik des Deutschen Bauernverbundes hervor. Im Gespräch mit der agrarzeitung (az) bestätigte der DBV, dass das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ihm erste Ergebnisse einer Studie zur Neuregelung der Entschädigungszahlungen vorgelegt habe. Diese böten aber keinerlei Erkenntnisgewinn. Die ersten offiziellen Ergebnisse werden im Oktober erwartet.

DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken bemängelte, dass es nach wie vor eine Schieflage der Entschädigungsregelungen für Grundeigentümer, Land- und Forstwirte gäbe. Es sei nicht vermittelbar, dass Netzbetreiber zwar lukrative Renditen und Kommunen zusätzliche Zahlungen erhielten, die Landwirte aber nicht. Nötig sei die gesetzliche Verankerung wiederkehrender Zahlungen zusätzlich zu der bereits bestehenden einmaligen Dienstbarkeitsentschädigung. Außerdem forderte Krüsken, dass bei der zukünftigen Planung des Leitungsausbaus stärker auf die Belange der Landwirtschaft eingegangen solle. (lm)
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