„Die Politik muss sich dem Flächenschutz wirksamer und konsequenter annehmen." So die Forderung von Friedhelm Decker vom DBV. Er spricht sich für ein gesetzliches Erhaltungsgebot für landwirtschaftliche Flächen aus.

Bei der Jahreskonferenz des Rates für nachhaltige Entwicklung in Berlin mahnte der Umweltbeauftragte des DBV, den Boden als Produktionsgrundlage für Nahrung- und Futtermittel sowie für nachwachsende Rohstoffe nicht weiter zu versiegeln. Denkbar sei die Verankerung eines Gebotes im Landwirtschaftsgesetz zur Erhaltung landwirtschaftlicher Flächen, so Decker. Eine vergleichbare Gesetzeslage bestehe zum Schutz des Waldes im Bundeswaldgesetz.

Ein Schritt in die richtige Richtung sei die Änderung des Baugesetzbuches. Kommunen müssen laut diesem die Möglichkeit der Innenentwicklung prüfen. Decker appellierte an Stadtplaner und Gemeinderäte, innerörtliche Potentiale auszuschöpfen, anstatt Stadtentwicklung auf der grünen Wiese zu betreiben.

Augenblicklich liegt nach Angaben des DBV der Flächenverbrauch bei täglich 70 ha. Mit der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt die Bundesregierung das Ziel, den Flächenverbrauch auf 30 ha pro Tag zu reduzieren. Hiervon sei man jedoch noch weit entfernt, so Decker. (Heu)
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