Molkereisektor

DBV fordert strukturelle Änderungen


Der aktuelle Milchpreisvergleich des niederländischen Bauernverbandes LTO zeige, dass die deutschen Molkereien nun bereits seit einem längeren Zeitraum deutlich weniger Milchgeld auszahlen als ihre wichtigsten Wettbewerber im europäischen Umfeld, stellt der Deutsche Bauernverband (DBV) fest. Im Durchschnitt zahlten die 15 großen Molkereien, die der LTO in seine Auswertung aufnimmt, im April 26,29 ct/kg Milch aus. Die beiden deutschen Molkereien Alois Müller (24,64 ct/kg) und DMK (23,21 ct/kg) lagen unter dem Durchschnitt. Auch die Erhebung der Brüsseler Milchmarktbeobachtungsstelle zeige, dass der gesamte deutsche Milchsektor von vergleichsweise unterdurchschnittlichen Preisen geprägt ist, so der DBV weiter.

Es müsse der Anspruch der nationalen Milchbranche sein, bei den Auszahlungspreisen auf Augenhöhe mit den Nachbarstaaten Frankreich, Niederlande oder Dänemark zu sein, betonte der DBV. Zum Weg aus der aktuellen Preiskrise müsse zwingend eine strukturelle Verbesserung im milchverarbeitenden Sektor gehören, fordert der Verband. Vor allem bei der Bündelung in der Vermarktung sollte seitens der Molkereien dringend geprüft werden, wo Veränderungen umsetzbar sind, um eine bessere Verwertung und Wertschöpfung zu erzielen. (SB)
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