Nach den Verhandlungen im EU-Ministerrat, in denen Agrarkommissar Dacian Ciolos nicht zu einem Einlenken bereit war, hält der DBV an seiner Forderung nach einer Aussetzung der Fettkorrektur zur Senkung der drohenden Superabgabe für Milchbauern fest.

Auch der österreichische Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter forderte die EU-Kommission auf, den Milcherzeugern „mehr Leine zu geben“. In Österreich lag im vergangenen Jahr und in den ersten Monaten des Jahres 2014 die produzierte Milchmenge deutlich über der vorgeschriebenen Quote. Die fällige Abgabe für das Jahr 2013 liegt bei 15,45 Mio. €.

Deutschland hat im Milchwirtschaftsjahr 2012/13 die Quote um 0,09 Prozent überliefert, woraus eine Superabgabe von etwa 7 Mio. € resultiert.

Der DBV fordert daher Agrarkommissar Dacian Ciolos auf, eine sanfte Landung aus der Milchquote sicherzustellen. Durch die Weigerung des Kommissars, unbürokratisch Änderungen bei der Fettkorrektur herbeizuführen, werde dieses Ziel konterkariert.

Die Diskussion über eine Änderung bei der Fettkorrektur für das letzte Milchquotenjahr 2014/15 werde in Brüssel weitergehen. Für das laufende Milchquotenjahr scheint eine Entlastung der deutschen Bauernfamilien nicht mehr möglich, so der DBV. (hed)
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