Klimawandel

DBV kritisiert Hendricks


„Ideologisch verbrämte und falsche Schuldzuweisung helfen nicht, am allerwenigsten den Hochwasseropfern“, erklärte DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken in einer Pressemitteilung. Hendricks hatte zuvor im ZDF-Morgenmagazin der Landwirtschaft eine Mitverantwortung für die Überschwemmungen der vergangenen Tage in Süddeutschland zugeschrieben. Die Praxis, „Wiesen umzubrechen und stattdessen Mais anzubauen“, beschleunige und intensiviere die Folgen von Starkregenereignissen, so die SPD-Politikerin.

Kritik ist "Ablenkungsmanöver"

Krüsken warf der Umweltministerin ein Ablenkungsmanöver vor, um die eigene Erfolglosigkeit bei der Senkung des Flächenverbrauchs zu kaschieren. Schließlich sei Hendricks‘ Ministerium für das Bauen zuständig und verantworte die sehr geringen Fortschritte bei der Reduzierung des Flächenverbrauchs. Im Bundesdurchschnitt würden nach wie vor täglich 74 ha landwirtschaftliche Fläche durch Baumaßnahmen undurchlässig versiegelt und zubetoniert. Auch hätte die Ministerin wissen müssen, dass bei unwetterartigem, extremem Starkregen eine Versickerung der Wassermengen so schnell nicht möglich sei.

Dagegen habe die Landwirtschaft nach den Erfahrungen mit den Überschwemmungen der vergangenen Jahre einige Anstrengungen bei sinnvollen Hochwasserschutzmaßnahmen, wie etwas die Hochwasserpolder an Flüssen, unterstützt, unterstrich Krüsken. (mrs)
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