Tag der Milch

DBV lehnt Mengensteuerung ab

Der Berichterstatterin für die Gemeinsame Marktordnung im Europäischen Parlament, der FDP-Politikerin Britta Reimers, hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, anlässlich des „Internationalen Tag der Milch“ am morgigen Samstag eine Resolution für den Milchmarkt übergeben. Darin spricht sich der DBV für eine Stärkung der Milcherzeuger aus. Landwirte sollten die Möglichkeit erhalten, ihre Marktposition durch eine Bündelung des Angebots in Erzeugergemeinschaften zu stärken.

Zudem fordert der Verband eine Stärkung der Marktorientierung. Während seines Besuchs in Brüssel sprach sich Rukwied klar gegen eine weitere Milchmengensteuerung nach dem beschlossenen Quotenende zum 31. März 2015 aus, wie sie etwa Frankreich befürwortet. Die deutschen Milchbauern hätten die Entkoppelung der Direktzahlungen und die Marktöffnung in der EU-Agrarpolitik genutzt, um ihre Betriebe wettbewerbsorientiert aufzustellen. Dieser Weg der Marktorientierung müsse fortgesetzt werden, so Rukwied, auch eine „Milchquote light“ würde dazu nicht passen.

Ganz auf Marktstützungen verzichtet der Bauernverband allerdings nicht. Man sehe „die Notwendigkeit, der zunehmenden Preisvolatilität auf dem offenen Milchmarkt mit einem zuverlässigen und funktionierenden Sicherheitsnetz“ zu begegnen. Dieses solle aus Krisenintervention, privater Lagerhaltung sowie einer steuerneutralen Risikoausgleichsrücklage für den einzelnen Betrieb bestehen. (pio)
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