Das Präsidium des DBV hat heute ein weitreichendes Konzept zur Ausgestaltung der EU-Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Deutschland beschlossen. Darin spricht sich der Verband dafür aus, die bisher in Deutschland je nach Bundesland verschieden hohen Flächenprämien bis 2020 aneinander anzugleichen.

Damit käme es zu einer weiteren Umverteilung von EU-Zahlungen zwischen den Landwirten in verschiedenen Regionen Deutschlands. Eine Absage erteilt der Verband einer Kappung der Prämien, die sich an der Betriebsgröße orientiert.

Die von der EU mit der Agrarreform zu erwartenden Kürzungen der Direktzahlungen für Deutschland soll die Bundesregierung mit nationalen Mitteln ausgleichen, schlägt der DBV vor.

Dafür fordert er zusätzliche 200 Mio. € für die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) in den Bundeshaushalt einzuplanen. Zusätzliche Kürzungen der Direktzahlungen zu Gunsten der Agrarprogramme in der zweiten Säule der GAP lehnt der DBV ausnahmslos ab.

Für das geplante Greening erwartet der DBV von der Bundesregierung eine „praxistaugliche Umsetzung". Agrarumweltprogramme und produktionsintegrierte Maßnahmen sollen angerechnet werden können.

Die Umsetzung der EU-Agrarreform kommt auf die künftige Bundesregierung nach der Wahl im September zu. Viel Zeit hat sie dafür nicht, denn die Regelungen müssen bereits 2014 vorliegen, damit sie spätestens 2015 angewendet werden können. (sta)
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