Initiative Tierwohl

DBV schlägt Label vor


Bei der Initiative Tierwohl kommt Bewegung in die Diskussion: Lösungen wie mehr Landwirte beteiligt und die Verbraucher besser informiert werde können sind das Ziel. Der Deutschen Bauernverband (DBV) mahnt eine zeitnahe Lösung für mehr Finanzmittel an, um schnell die Betriebe auf der Warteliste berücksichtigen zu können, berichtet die Lebensmittelzeitung (LZ). „Je länger eine Lösung hier auf sich warten lässt, umso stärker sinkt auf landwirtschaftlicher Seite das Vertrauen in die Initiative und umso schwieriger wird es zu einem späteren Zeitpunkt möglich sein, weitere Betriebe zu finden," heißt es in einem Papier des DBV, das der LZ vorliegt.

Der DBV schlägt deshalb eine Weiterentwicklung des Kriterienkataloges vor. Für eine bessere Kommunizierbarkeit sollen die beiden bisher frei wählbaren Kriterien "10 Prozent mehr Platz" und "zusätzliches organisches Beschäftigungsmaterial" als feste Punkte im Block A verankert werden. Etliche andere bisher frei wählbare Tierwohl-Kriterien sollen gestrichen werden, um mehr Geld für mehr Tiere zur Verfügung zu haben.

Diese Kriterien sollen alle in einem neuen, labelfähigen Block D zusammengefasst werden. Dieser kommt nahe an das Einstiegslabel des Deutschen Tierschutzbundes heran, wie es in Pilotprojekten von Vion genutzt wird. Damit kommt der DBV den Händlern, die ein Label fordern – allen voran Edeka – entgegen. (SB)
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