Noch immer liege der Flächenverbrauch durch Siedlungen und Verkehr bei 74 Hektar pro Tag und verfehle damit weiterhin das 30-Hektar-Ziel der Bundesregierung, sagte DBV-Vize Werner Schwarz im Gespräch mit Landwirtschaftsminister Christian Schmidt.

"Wir brauchen ein gesetzlich verankertes Erhaltungsgebot für landwirtschaftliche Flächen wie beim Wald.“ Der Flächenverbrauch sei ein Kernproblem der Landwirtschaft, verdeutlichte Schwarz und forderte ein Umdenken beim Umgang mit knapper landwirtschaftlicher Produktionsfläche.

Weitere Probleme sieht der Bauernverband mit einzelnen Vorschriften der Direktzahlungen-Verordnung, die unflexibel und unpraktikabel seien. Viele Detailregelungen zur Umsetzung des Greening ab 2015 kämen zu spät. Etwa bei den Randstreifen und den Leguminosen für ökologische Vorrangflächen könnten Landwirte bei der jetzt anstehenden Herbstaussaat nicht mehr reagieren.

Mit Blick auf die Novelle der Düngeverordnung mahnte Schwarz an, dass sich die Düngung auch in Zukunft am Nährstoffbedarf der landwirtschaftlichen Kulturen ausrichten müsse.

Absehbare drastische Einschränkung der verfügbaren Palette von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen wirken sich negativ auf den Ertrag aus, sagte Schwarz. Dies werde zudem massive Folgen für das Resistenzmanagement mit sich bringen. „Der Erhalt einer breiten Wirkstoffpalette ist unverzichtbar für den modernen und nachhaltigen Ackerbau in Deutschland“, forderte Schwarz gegenüber dem Minister. (az)
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