„Das Aussetzen des drohenden WTO-Verfahrens lässt auf eine baldige Marktöffnung für Schweinefleisch hoffen", sagte Henning Ehlers, Generalsekretär des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) heute zu Beginn des Raiffeisentags in Berlin. Hintergrund ist, dass die Gespräche zwischen der EU-Kommission und der obersten russischen Veterinärbehörde laut DRV endlich wieder voran gingen. Noch für diese Woche seien weitere Gespräche angekündigt.

In Russland machten sich vermehrt Engpässe bei der Versorgung mit Schweinefleisch bemerkbar, heißt es heute beim DRV zur Begründung weiter. Hinzu käme, dass auf dem Weltmarkt wenig Schweinefleisch verfügbar sei.

Sollte der Exportstopp aufgehoben werden, könnte dies einen zusätzlichen Schub für die Schweinefleischnotierungen bringen. Seit Anfang 2014 gaben die Schlachtschweinepreise in Deutschland um 10 bis 15 Prozent nach. Die politische Lage in der Ukraine und das Auftreten von Fällen der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen in Litauen und Polen hatten zu der Sperre Russlands für Schweinefleisch aus der EU geführt. (sta)
stats