Getreideexport

Dänen bauen Ostseehafen aus


Der Getreideumschlag in Stettin soll wachsen.
-- , Foto: Hafenverwaltung
Der Getreideumschlag in Stettin soll wachsen.

Die Copenhagen Merchants (CM) Holding A/S, Kopenhagen, baut Kapazitäten am Hafen in Stettin aus. Wie die Verwaltung der Seehäfen Szczecin und Swinoujscie SA mitteilt, sind in der vorigen Woche Pachtverträge mit einer Laufzeit von 30 Jahren geschlossen worden. Die dänische CM-Holding wird danach die bestehenden Getreideumschlagseinrichtungen mit dem Namen „Ewa” modernisieren und ausbauen, um dort mehr als 350.000 t pro Jahr verladen zu können. Dazu soll unter anderem ein neuer Kai errichtet werden. Diese Investition ist Teil einer umfassenden Planung, so die Hafenverwaltung. Vor allem die Fahrrinne soll vertieft und verbreitert werden.

Die „Ewa”-Anlage ist nach Angaben der Hafenverwaltung bereits Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet worden und ermöglicht bisher die Lagerung bis zu 55.000 t Getreide und Futtermittel. Vom Terminal aus besteht Anschluss an Binnenschiffe, das Schienennetz sowie an das Straßennetz.

Bei der Ausschreibung für den Ausbau des Getreideterminals hatten sich nach Angaben der Hafenverwaltung drei Firmen beworben. Nicht zum Zuge gekommen sind Glencore Poland sowie die Litauische Linas Agro. Erfolg hatte das dänische Unternehmen CM Holding, das seit fast 30 Jahren als Broker im Handel mit Agrarrohstoffen tätig ist und sich auf Getreide aus dem Ostseeraum spezialisiert hat. CM ist in Polen bereits am Hafen in Danzig vertreten. Dort hat CM zusammen mit der Malteurop-Gruppe das Joint-Venture Gdansk Bulk Terminal (GBT) gegründet. GBT verfügt über eine Lagerkapazität von 55.000 t Getreide. (db)
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