EU-Japan

Das Abkommen steht

Das Handelsabkommen der EU mit Südkorea führt bereits zu einer Steigerung der Agrarausfuhren. Jetzt wird auch mit Japan ein vergleichbares Abkommen vereinbart. Auch diesmal gehört der EU-Agrarsektor zu den Profiteuren. Japan machte in letzter Minute noch einige Zugeständnisse, um mit der EU einig zu werden. Die Zölle für Käse baut Japan in den kommenden 15 Jahren von heute 29,5 Prozent vollständig ab. Die Zölle für Schweinefleisch werden innerhalb von 10 Jahren von 19 Prozent auf Null gesenkt. Für Rindfleisch sollen die Zölle von 38,5 Prozent auf 9 Prozent innerhalb von 15 Jahren abgebaut werden.

Japan bekommt im Gegenzug einen besseren Zugang zum Automarkt der EU. Mit dem Abkommen zwischen Japan und der EU schließen sich rund ein Drittel der weltweiten Wirtschaftskraft zusammen. Aus dem Europaparlament kommen einzelne kritische Stimmen. „Japanische Landwirte werden den Deal nicht feiern", gab der Abgeordnete Helmut Scholtz von den Linken zu bedenken. Die EU und Japan wollten noch vor dem G-20 Treffen in Hamburg unbedingt zu einem Ergebnis kommen, um gegen zunehmenden Protektionismus ein Zeichen zu setzen. (Mö)
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