Ökologische Vorrangfläche

Das Spritzverbot kommt

Ökologische Vorrangflächen führen zu kontroversen Standpunkten.
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Ökologische Vorrangflächen führen zu kontroversen Standpunkten.

Immerhin stimmten 363 von 673 Abgeordneten für eine Zurückweisung des delegierten Rechtsakts der EU-Kommission. 267 Parlamentarier votierten dagegen und 43 enthielten sich der Stimme. Nach der knappen Abstimmungsniederlage können die 14 verschiedenen Veränderungen der EU-Kommission zum Greening ab dem kommenden Jahr in Kraft treten.
 
Bei den Christdemokraten und den Konservativen war die Enttäuschung nach der Abstimmung groß. Albert Deß (CSU) erklärte, jetzt werde wieder mehr Soja aus Südamerika eingeführt, um die Eiweißlücke in der EU zu schließen. Für das südamerikanische Soja würden Regenwaldflächen gerodet, es würde mit Pflanzenschutzmitteln behandelt und sei zudem gentechnisch verändert. Mit dem Spritzverbot auf der Vorrangfläche erweise sich die EU deshalb einen Bärendienst, bemängelte der Abgeordnete. Maria Noichl (SPD) zeigte sich dagegen erleichtert. Sie stimmt der EU-Kommission zu, dass die Umweltwirkungen des Greenings verbessert werden müssen. Um die Eiweißlücke in der EU zu schließen, sollte es nach Auffassung von Noichl mehr Förderung von Bohnen und Erbsen auf der normalen Fläche geben, die immerhin 95 Prozent des Ackerlandes ausmachen. (Mö)   
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