Agrarreform

De Castro lobt erweitertes Mandat

Erleichtert ist der Vorsitzende des Agrarausschusses des Europaparlamentes, Paolo De Castro, über den Ausgang des EU-Agrarrats. Mit einem erweiterten Verhandlungsmandat des Rates könnten nun die offenen Punkte zur Agrarreform mit dem Parlament verhandelt werden.

Es sei eine gute Nachricht, dass die litauische Präsidentschaft ein neues Mandat vom EU-Agrarministerrat bekommen habe, erklärte De Castro. Für das Parlament sei dies von entscheidender Bedeutung. Die EU-Mitgliedstaaten hatten auf ihrem Treffen am Montag in Brüssel mehr EU-Gelder für ländliche Förderprogramme in überseeischen Gebieten zugestanden.

Bei der Kürzung der Zahlungen in Großbetrieben bewegten sich die EU-Mitgliedstaaten dagegen nicht. Hier fordert De Castro Nachbesserungen im Trilog am Dienstagabend. „Wir erwarten vom Rat die gleiche Flexibilität, die die Abgeordneten schon im vorherigen Trilog am 17. September gezeigt haben", betonte der EP-Agrarausschussvorsitzende.

Das EP verzichtet auf seine Forderung, Direktzahlungen ab 150.000 € um 10 Prozent zu kürzen. Stattdessen setzte sich der Rat mit einer Verminderung um lediglich 5 Prozent durch. Nach dem neuen Verhandlungsmandat des Rates sollen auch für die zusätzliche Förderung der ersten Hektare nicht mehr als 5 Prozent der Direktzahlungen verwendet werden. Das Parlament wünscht sich dagegen 10 Prozent für die ersten Hektare, die EU-Mitgliedstaaten als Alternative zur Degression der Direktzahlungen anbieten dürfen. (Mö)
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