Tierhaltung

Debatte über Großanlagen


Die Haltung von Nutztieren erfährt große gesellschaftliche Aufmerksamkeit, sagte der Vorsitzende des Agrarausschusses im Deutschen Bundestag, Alois Gerig (CDU), heute im Gespräch mit der agrarzeitung in Berlin. Daher würden sich in den kommenden Monaten verschiedene politische Gremien mit dem Thema beschäftigen. Damit bestätigte Gerig Aussagen des Ausschussmitgliedes Franz-Josef Holzenkamp, ebenfalls CDU. Dieser hatte gegenüber der Presse geäußert, dass Diskussionen über mögliche Größenbegrenzungen von Tierhaltungen geführt werden würden.

Sowohl im Agrarausschuss als auch in den Fraktionen der Parteien sowie im Bundeslandwirtschaftsministerium werde die Frage des Umgangs mit Großanlagen diskutiert werden, so Gerig. Dabei sei zu berücksichtigen, dass auch große Betriebe sehr wohl die Standards zur sachgerechten Tierhaltung einhalten können. Daher werde es auch nicht um Fragen wie beispielsweise das Tierwohl gehen.

Dennoch stießen Großanlagen häufig unter Aspekten des Wettbewerbs gegenüber Kleinbetrieben oder Gesichtspunkten der logistischen Versorgung und Emissionen häufig auf Kritik in der Bevölkerung, so Gerig.
Mögliche Begrenzungen für Großanlagen seien jedoch derzeit nicht abzusehen. Dafür fehle die rechtliche Grundlage. (jst)



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