Mit dem Ziel, gesunde Pflanzkartoffeln für die Wolga-Region zu erzeugen, ist vor 20 Jahren das Joint Venture zwischen der Solana GmbH, Hamburg und einer Zuchtstation in Lunatscharsk gegründet worden. Das Know How aus Deutschland hat Früchte getragen: Inzwischen werden auf 350 ha zehn Kartoffelsorten vermehrt und in ganz Russland vertrieben. 20 Sorten sind für das Unternehmen mittlerweile zugelassen. Nun soll die Züchtung an dem Standort beginnen.

Die Jubiläumsfeier wurde zum informellen Treffpunkt für Vertreter aus der russischen und deutschen Agrarpolitik. Neben Piotr Chekmariov, beim russischen Landwirtschaftsministerium zuständig für Pflanzenbau und Pflanzenschutz zeigten auch Victor Altergot vom Landwirtschaftsministerium der Region und Vitali Voloschenko von der Sortenprüfstelle ihre Wertschätzung für das Unternehmen. Staatssekretär Dr. Robert Kloos betonte die Bereitschaft des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und der deutschen Wirtschaft zur weiteren Zusammenarbeit mit Russland auf dem Gebiet der Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Voraussetzung für eine Normalisierung der Geschäftsbeziehungen sei aber eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts nach den Maßgaben des Minsker Friedensplans. Außerdem hob Kloos hervor, dass ausländische Investoren in Russland Planungs- und Rechtssicherheit benötigen, um erfolgreich arbeiten zu können. Auch merkte er an, dass die Unternehmen eine Gleichbehandlung mit russischen Unternehmen erwarten. (brs)
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