Ressourcenschutz

Deutschland erweitert um Energieträger


Wie es in dem Entwurf des BUM heißt, habe das erste Deutsche Ressourceneffizienzprogramm von 2012 (ProgRess) die stoffliche Nutzung der natürlichen Rohstoffe betrachtet, nicht aber ihre energetische. Da beide Sektoren aber eng miteinander verflochten seien, werde nun auch die energetische Nutzung berücksichtigt, so das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster.

Gesamte Wertschöpfungskette im Blick

Der noch nicht innerhalb der Bundesregierung abgestimmte Entwurf enthält laut IWR wichtige Maßnahmen, mit denen der Material- und Energiebedarf umweltverträglicher gestaltet werden kann. Inhaltlich sei ProgRess II an die Struktur des Vorläuferprogramms angelehnt. Erneut werde die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet, so das BUM.

Beispiele für Maßnahmen sind der Ausbau der Effizienzberatung für kleine und mittlere Unternehmen, die Unterstützung von Umweltmanagementsystemen, die verstärkte Beschaffung ressourceneffizienter Produkte und Dienstleistungen durch die öffentliche Hand, verbesserte Verbraucherinformationen sowie ein stärkerer Technologie- und Wissenstransfer in Entwicklungs- und Schwellenländer.

Der Anwendungsbereich von ProgRess II wird um Energieträger wie Biomasse, Kohle und Erdöl erweitert, um die Stoff- und Energieflüsse insgesamt umweltverträglicher zu gestalten und die entsprechenden Aktivitäten stärker aufeinander abzustimmen.

Dem IWR zufolge haben Bürger, Behörden, Länder und Kommunen nun die Möglichkeit, bis zum 14. September 2015 zu dem Entwurf Stellung zu nehmen und Verbesserungsvorschläge einzureichen.

Bestandsaufnahme alle vier Jahre

Deutschland hatte sich im Februar 2012 mit der Verabschiedung von ProgRess als einer der ersten Staaten auf Leitideen und Handlungsansätze zum Schutz der natürlichen Ressourcen festgelegt. Alle vier Jahre berichtet die Regierung über die Entwicklung der Ressourceneffizienz in Deutschland. Die erzielten Fortschritte sollen bewertet und das Programm fortentwickelt werden. Dieser Bericht soll im Frühjahr 2016 dem Bundestag vorgelegt werden. (Sz)
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