Tierseuche

Deutschland frei von Rinderherpes

Jahrelange Bemühungen der Rinderhalter zahlen sich nun aus. Mit Bekanntgabe des entsprechenden EU-Beschlusses im Bundesanzeiger vom 12. Juni 2017 sind auch die Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln als vom Rinder-Herpesvirus-1-freie Regionen offiziell anerkannt. Damit ist nicht nur ganz Nordrhein-Westfalen, sondern gleichzeitig auch ganz Deutschland frei von dieser Tierseuche, teilt das Landwirtschaftsministerium in Düsseldorf mit.

Mit der Anerkennung der BHV1-Freiheit entfallen jetzt kostspielige Auflagen für die Vermarktung von Rindern innerhalb Deutschlands auch für das Rheinland. Zudem entstehen Marktvorteile beim Verkauf von BHV1-freien Tieren in andere Mitgliedstaaten und Drittländer. Um diesen erreichten Status zu bewahren, müssen die grundlegenden Biosicherheitsmaßnahmen nach wie vor beachtet werden, fordert das Ministerium. Besonders beim Zukauf von Tieren aus EU-Mitgliedsstaaten und aus Drittländern sei auf die BHV1-freie Herkunft zu achten.

Noch nicht frei von BHV1 sind zum Beispiel die Länder Frankreich, Luxemburg und Belgien, aus denen Rinder nach NRW kommen können. Das NRW-Landwirtschaftsministerium empfiehlt den Landwirten in Nordrhein-Westfalen weiterhin, nur Rinder mit BHV1-Bescheinigung einzustallen. Darüber hinaus weist das Ministerium darauf hin, dass die Regeluntersuchungen zur Bestätigung der Freiheit wie bisher durchzuführen sind.

Das Rinderherpes-Virus kann große tiergesundheitliche und wirtschaftliche Schäden anrichten. Bei Rindern verursacht es akute und hochansteckende Entzündungen der Atemwege. Auch Fehlgeburten und Infektionen der Fortpflanzungsorgane treten auf. (SB)
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