Rückstände

Deutschland leicht über EU-Durchschnitt


Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat bei Erzeugnissen deutscher Herkunft in 1,6 Prozent der Fälle eine Überschreitung des geltenden Rückstandshöchstgehaltes festgestellt. Bei Lebensmitteln aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union lag die Überschreitungsquote bei 1,3 Prozent. Damit befindet sich Deutschland leicht über dem europäischen Durchschnitt.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat insgesamt 17.855 Proben untersucht. Die Belastung der Lebensmittel fällt  sehr unterschiedlich aus. So mussten in keinem Fall aller untersuchten Milch und Milchprodukte von Rindern Proben beanstandet werden. Auch bei Weizenmehl aus Deutschland gab es beispielsweise keinen Anlass zur Bemängelung. Bei Käutern hingegen ist Vorsicht geboten. Vor allem bei Ware aus Vietnam überschritten 60 Prozent der Kräuter die Rückstandshöchstgehalte. Auch Paprika aus Malaysia war hoch belastet.

Die Quoten für Erzeugnisse aus Deutschland und den anderen Mitgliedstaaten liegen im Vergleich zum Vorjahr auf einem ähnlichen Niveau. In Deutschland mussten 2012 allerdings nur 1,4 Prozent der Proben wegen Überschreitung der Rückstandshöchstgehalte beanstandet werden. In der gesamten EU waren es 2012 noch 1,5 Prozent.

Am höchsten sind nach wie vor die Überschreitungen bei Erzeugnissen aus Drittstaaten. Die Quote bei diesen Importen lag im Jahr 2012 bei 6,5 Prozent. Allerdings schwindet die Belastung. 2011 betrug sie noch bei 7,2 Prozent. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese positive Entwicklung auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird, heißt es von Seiten des BVL. (kbo)

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