Agrarhandel

Deutschland stabilisiert Getreideversorgung


Einem Durchschnittsertrag von rund 80 dt/ha in Deutschland stehen Erträge von 22 dt/ha in Russland, 31 dt/ha in den USA und 35 dt/ha in der Ukraine gegenüber, sagte BVA-Geschäftsführer Arnim Rohwer anlässlich der Jahrespressekonferenz des Verbandes. Im Gegensatz zu diesen anderen wichtigen Exportländern seien die Erträge in Deutschland immer sehr stabil. Grundlage dafür seien die in Deutschland vorhandenen ertragreichen Böden und die optimalen klimatischen Voraussetzungen.  Damit könne Deutschland auch zuverlässig den internationalen Markt für Qualitätsgetreide beliefern.

Aus Sicht des BVA is es daher notwendig, diese Kapazität durch praxisgerechte gesetzgeberische Bedingungen zu gewährleisten. Rohwer fordert eine bedarfs- und standortgerechte Ausrichtung der neuen Düngeverordnung. Auch im  Bereich des Pflanzenschutzes fürchtet er übermäßig restriktive Auflagen. Außerdem merkte der BVA-Geschäftsführer an, dass weiterhin täglich gut 70 ha wertvolle Ackerflächen verloren gingen. "Über die Zeit kommt auch hierdurch ein beträchtlicher Verlust an Anbaufläche zusammen", so Rohwer.

Eine wesentlcihe Aufgabe des BVA am neuen Sitz in Berlin sei daher, diese Zusammenhänge verstärkt an geeigneten Stellen zu kommunizieren, sagte Rohwer gegenüber agrarzeitung.de. Seiner Meinung nach wird die wichtige Rolle des Standorts Deutschland für die Versorgung mit Qualitätsgetreide sowohl für den inländischen Verbrauch sowie der Exportmärkte nur unzureichend erkannt. (jst)


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