Biomasseverwertung

Deutschland verstärkt Kooperation mit China

Trotz der international aktuell niedrigen Energiepreise will China den Biogassektor deutlich ausbauen. Sechs neue Biogasanlagen sollen bis 2021 in der Provinz Hebei entstehen. Das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) unterstützt das von der Weltbank mit 70 Mio. € teilfinanzierte Vorhaben mit Know-How und Technik. 20 Experten unter der Leitung von Prof. Michael Nelles und Dr. Walter Stinner übernehmen die wissenschaftliche Begleitung des Vorhabens.

Die geplanten Anlagen können sowohl Gülle als auch organische Abfälle und Reststoffe verarbeiten und sollen als umweltverträgliches Entsorgungssystem in der Region dienen. Die Reststoffe aus der Biogaserzeugung werden als Düngemittel wieder in die regionale Landwirtschaft zurückgeführt. Mit der geplanten Biogasproduktion sollen über 100.000 Haushalte mit Energie versorgt werden.

Vom 12. bis 16. Oktober findet zur Vertiefung der Zusammenarbeit in Leipzig und Rostock eine Deutsch-Chinesische „Summer School“ statt. 35 Dozenten und Doktoranden werden sich zur energetischen und stofflichen Nutzung von biogenem Abfall und Reststoffen austauschen. Diesem Austausch soll die Vorbereitung von Projekten mit den Partnern der China University of Petroleum Beijing (CUPB), der China Agricultural University (CAU), der Tongji University Shanghai sowie der Dalian University of Technology folgen. Die Summer School 2015 wird vom DBFZ, der Universität Rostock und der Tongji University organisiert. (atm)
stats