Baden-Württemberg

Direktzahlungen im Südwesten überwiesen


Die Landwirte in Baden-Württemberg werden in den nächsten Tagen die Ausgleichszahlungen der EU erhalten. Hierzu gehören die Basis-, die Greening-, die Umverteilungsprämie für die ersten Hektare sowie eine Prämie für Junglandwirte. „Die frühestmögliche Auszahlung der Fördergelder ist zur Sicherung der Liquidität der landwirtschaftlichen Betriebe wichtig“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde (Grüne), in Stuttgart.

Die Zahlungen nach der Landschaftspflegerichtlinie und die begleitende Landesmaßnahme zur Förderung von steilem Dauergrünland dürften in den meisten Fällen bereits vor Weihnachten und die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete pünktlich zu den Weihnachtsfeiertagen auf den Konten der landwirtschaftlichen Betriebe verbucht worden sein. Dies umfasse insgesamt über 40 Mio. €, so der Minister weiter. Auch die EU-Direktzahlungen von rund 370 Mio. € wurden bereits angewiesen und werden in den nächsten Tagen auf den Konten der Landwirte eingehen.

Seit 2014 erfolgt im Zuge der Umverteilungsprämie die besondere Berücksichtigung kleinerer und mittlerer Betriebsstrukturen, die vor allem im süddeutschen Raum vorkommen. Die Betriebe profitieren im Jahr 2015 von einem Zuschlag von jeweils 49,64 €/ha für die ersten 30 ha und jeweils 29,78 €/ha für die nächsten 16 ha. „Ein Hof mit der baden-württembergischen Durchschnittsgröße von rund 34 ha bekommt damit rund 1.600 € zusätzlich aus Brüssel. Wir haben bei den Verhandlungen für diese Umverteilung gekämpft, denn das sind Finanzmittel, die strukturbedingt den bäuerlichen Familienbetrieben in unserem Land zugutekommen“, sagte Bonde abschließend. (az)
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