Photovoltaik

Dritte Ausschreibung für Freiflächen

Interessenten für die Installation von Photovaltaik (PV)-Anlagen auf abseits von Wohn- oder Gewerbegebieten liegenden Freiflächen müssen sich seit Beginn dieses Jahres an Ausschreibungen der Bundesnetzagentur beteiligen. An insgesamt drei Terminen pro Jahr können sie ihr Vorhaben bei der Bundesnetzagentur einreichen, so ein Sprecher der Agentur gegenüber agrarzeitung.de.  Insgesamt werde es ab 2015 neun Termine geben. Ziel der Ausschreibungen ist eine sorgfältige Prüfung aller erforderlichen Unterlagen seitens der potenziellen Investoren.

In der Vergangenheit seien viele PV-Anlagen auf Freiflächen nur aufgrund hoher zugesagter Förderinstrumente ohne ausreichende Prüfung auch auf Flächen installiert worden, die besser für andere Zwecke hätten genutz werden können, beispielsweise wertvolle Ackerböden. Diesem Vorgehen solle durch die Ausschreibungen vorgebeugt werden, so der Sprecher weiter.

Volumen erhöht

Abgabetermin für die dritte Ausschreibung ist der 1. Dezember 2015.  Für diesen Gebotstermin beträgt das Ausschreibungsvolumen insgesamt 200 Megawatt. Es liegt damit um 50 Megawatt über dem jeweiligen Ausschreibungsvolumen der ersten beiden Runden. Der Höchstwert und damit der maximal zu bietende Wert beträgt nach Angaben der Bundesnetzagentur 11,09 Cent pro Kilowattstunde. Bieter könnten mit Projekten, die in einer der ersten beiden Runden keinen Zuschlag erhalten haben, erneut an dieser Ausschreibung teilnehmen, heißt es weiter. Ebenso wie in der zweiten Runde gelt auch diesmal das Einheitspreisverfahren "uniform pricing". Dies bedeutet, dass der Gebotswert des letzten bezuschlagten Gebots der Zuschlagswert aller anderen erfolgreichen Gebote bestimmt. 

In der letzten Ausschreibungsrunde, vom August 2015, mussten über 10 Prozent der Gebote wegen aufgetretener Formfehler ausgeschlossen werden. Um den Bietern die erfolgreiche Gebotsabgabe zu erleichtern, hat die Bundesnetzagentur ihre 'Hinweise zur Gebotsabgabe' auf ihrer Website aktualisiert. Die Vorgaben der Freiflächenausschreibungsverordnung seien sehr strikt und sehen bei Formverstößen einen Ausschluss der Gebote vor, bestätigte der Sprecher der Bundesnetzagentur. (jst)
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