Seit Monaten würden billige Angebote von Biodiesel aus Polen den Markt überschwemmen und auf die Preise drücken, beklagt EBB-Generalsekretär Raffaello Garofalo. Die unfair gehandelten Mengen stiegen stetig und hätten jetzt 20.000 bis 25.000 t im Monat erreicht. Einer der größeren Käufer sei Rumänien, aber auch andere EU-Mitgliedstaaten seien dabei. Die Ursachen für das Dumping stünden noch nicht fest. Aber Betrug sei durchaus möglich, vermutet Garofalo. Untersucht werde, ob in Polen angeblich mit Biodiesel vermischter Diesel gar nicht mit Biodiesel vermischt wurde. Die nur in den Papieren auftretenden Mengen würden dann ein zweites Mal als physischer Biodiesel in anderen EU-Mitgliedstaaten billig angeboten, so lautet der Verdacht.

Die nationalen Behörden, das EU-Büro zur Betrugsbekämpfung (Olaf) und die EU-Kommission sollten nun rasch untersuchen, um den Schaden auf dem EU-Biodieselmarkt zu begrenzen, fordert das EBB. Betroffen ist auch die EU-Richtlinie für Erneuerbare Energie. Möglicherweise werden Treibstoffe fälschlicherweise als erneuerbare Energie erfasst, die nur aus fossilen Rohstoffen bestehen. (Mö)    
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