Einkommen

Durchwachsenes Jahr 2014


In Deutschland gab es 2014 mit einem Minus von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wenig Veränderung in den Einkommen der Landwirte, meldet das Statistische Amt der EU in Luxemburg. Finnische, litauische und belgische Landwirte mussten dagegen Verluste zwischen 15 und 23 Prozent hinnehmen. In Slowenien sind die landwirtschaftlichen Einkommen um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. In Tschechien und im Vereinigten Königreich stiegen die Realeinkommen je Arbeitskraft um jeweils 7 Prozent.

Darüber hinaus hat Eurostat die Preisverhältnisse analysiert. Kartoffeln sind danach 2014 um 25 Prozent günstiger als im Vorjahr. Für Ölsaaten und Getreide nennt Eurostat jeweils minus 14 Prozent sowie bei Zuckerrüben einen Preisrückgang um knapp 12 Prozent. Über alle pflanzlichen Erzeugnisse hinweg ist nach den Eurostat-Kalkulationen der Rückgang der Preise um 9,5 Prozent nicht durch den 3,8-prozentigen Anstieg des Produktionsvolumens ausgeglichen.

Die Verluste der Landwirte im tierischen Sektor fallen geringer aus. Die Preise für Schweine und Rinder fielen um 5 bis 6 Prozent, die Preise für Milch stiegen um 1,2 Prozent. Verrechnet mit einem leichten Produktionsanstieg, ging der Produktionswert der tierischen Erzeugnisse um 0,9 Prozent zurück. Futtermittel wurden 2014 um 8 Prozent billiger und Düngemittel um 6 Prozent. Zwischen 2005 und 2014 sind die landwirtschaftlichen Realeinkommen in der EU um ein Drittel angestiegen. (Mö)
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