Strommarkt

EEG-Umlage kein Preistreiber


Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) erwartet für 2016 eine stabile oder leicht steigende EEG-Umlage in Höhe von 6,2 bis 6,5 Cent. Steigende Strompreise für private Verbraucher wären indes nicht zu rechtfertigen, stellt der Verband fest. „Der Srompreis kann 2016 auch dann stabil bleiben, falls die EEG-Umlage leicht steigt“, sagt Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des BEE. Die seit Jahren sinkenden Strompreise an der Börse würden die Preiswaage für die Haushaltskunden im Gleichgewicht halten. So ist der durchschnittliche Börsenpreis von 7,16 ct/kwh im Jahr 2009 auf 4,90 ct/kwh im vergangenen Jahr gefallen. Dieser Trend wird nach Ansicht des BBE anhalten. Für das laufende Jahr werden 4,02 ct/kwh und für 2016 mit 3,60 ct/kwh erwartet.

Fallende Börsenstrompreise erhöhen einerseits die EEG-Umlage, andererseits verbilligen sie den Einkaufspreis der Stromversorger und ermöglichen daher Preissenkungen. Mit etwas Zeitverzögerung sind die Preisenkungen an den Großhandelsmärkten nun auch in den mehrjährigen Vertriebskalkulationen der Stromversorger angekommen und schaffen so Spielraum. Selbst bei einer leichten Erhöhung könnten die niedrigen Einkaufspreise somit sogar zu einer leichten Absenkung der Haushaltspreise führen, ergeben Berechnungen des BEE. (SB)
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