Die Neonicotinoide stellen, mit der Pflanzenschutzspritze ausgebracht, eine Gefährdung für Honigbienen, Hummeln und Solitärbienen dar. Diese Schlussfolgerung zieht die EFSA in einer Stellungnahme, die von der EU-Kommission angefordert worden war. In den Kulturen, in denen die Untersuchungen abgeschlossen werden konnten, sei ein hohes Risiko für Bienen festgestellt worden oder konnte zumindest nicht ausgeschlossen werden. Teils sei aber keine abschließende Bewertung der Wirkstoffe möglich gewesen, weil dafür die Datengrundlage fehlte, räumt die Efsa ein.

Dies gilt durchweg für den Wirkstoff Clothianidin. Hingegen sei die Anwendung von Imidacloprid und Thiamethoxam in festen Gewächshäusern mit einem geringen Risiko für die Bienen behaftet - abgesehen von Rückständen in Oberflächengewässern. 

Ausdrücklich bestätigt die EU-Behörde, dass sich die Schlussfolgerungen mit jenen decken, die bereits für die Anwendung der Wirkstoffe als Saatgutbeize oder Bodengranulat gezogen wurden. Die Neubewertung der Neonicotinoide als Beizmittel steht wieder an. Noch bis Ende September können dazu Unterlagen bei der EFSA eingereicht werden. (brs)
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