Der Umweltausschuss des Europaparlaments legt seine Position dazu fest. Die Verminderung der Treibhausgase durch Wälder und Waldwirtschaft könnte letztendlich auch der Landwirtschaft größeren Spielraum in der Klimapolitik verschaffen. Die durch Land, Landnutzungsänderungen und Forst (LULUCF) eingesparte Menge an Kohlendioxid dürfen nämlich auf die Klimavorgaben in anderen Sektoren angerechnet werden. Die Landwirtschaft wird in der jetzt abgestimmten LULUCF-Verordnung zur klimaschonenden Produktionsweise angehalten. Vor allem soll der Humusgehalt im Boden angereichert werden und Moore nicht mehr entwässert werden.

Klar ist aber, dass die Landwirtschaft vorrangig Nahrungsmittel herstellen soll und deshalb kaum Spielraum zur Einsparung von Kohlendioxid hat. Die Abgeordneten im Umweltausschuss wollen mit ihrer Position sicherstellen, dass eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder gefördert wird. So soll die Holznutzung für Möbel und Baumaterial ebenfalls als Karbonsenke angerechnet werden. „Insgesamt hat die Land- und Forstwirtschaft eine positive Klimabilanz und außerdem noch ein großes Potential. Diesen großartigen Beitrag zur Erfüllung unserer Klimavereinbarungen müssen wir besser wertschätzen!", hebt Parlamentsberichterstatter Norbert Lins (CDU) hervor. (Mö)
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