Ammoniakemissionen

EP-Umweltausschuss verschärft die Ziele


Deutschland soll seinen Ausstoß von Ammoniak bis 2025 um 46 Prozent vermindern. Dies hat der EP-Umweltausschuss beschlossen. Die Abgeordneten gingen damit über den Vorschlag der EU-Kommission hinaus, der für 2030 eine Verminderung um 39 Prozent forderte.

Im Ausschuss setzten sich die Sozialdemokraten, die Liberalen und die Grünen mit ihren strengen Vorgaben für die Reinhaltung der Luft durch. Die Konservativen und die Christdemokraten hatten sich gegen Reduktionsziele für Ammoniak ausgesprochen und wollten die Debatte auf 2017 vertagen. Sie konnten sich aber gegen die anderen Fraktionen nicht durchsetzen.

Selbst innerhalb der Christdemokraten gab es Abweichler. „Die Landwirtschaft muss etwas tun", forderte Karl-Heinz Florenz (CDU). Über eine gezieltere Ausbringung von Gülle und bessere Filteranlagen im Stall sei einiges zu bewirken, ohne die Betriebe mit zu hohen Kosten zu belasten, meinte der Abgeordnete, der selber Landwirt ist.

Ende Oktober soll im Plenum über die nationalen Reduktionsziele zur Luftreinhaltung abgestimmt werden. Die EU-Mitgliedstaaten haben sich noch keiner gemeinsamen Position genähert. (Mö)
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