Milchpreise

EP fordert Unterstützung


Das Europaparlament fordert, die Interventionspreise für Butter und Magermilchpulver neu zu berechnen.
-- , Foto: DMK
Das Europaparlament fordert, die Interventionspreise für Butter und Magermilchpulver neu zu berechnen.

Die Interventionspreise für Butter und Magermilchpulver sind veraltet. Für höhere Interventionspreise setzt sich deshalb das Europaparlament ein. Das Plenum verabschiedete mit 510 Stimmen, 154 Gegenstimmen und 44 Enthaltungen eine Erklärung zu Lage auf dem EU-Milchmarkt. Um gegen Preisschwankung wirksam zu bleiben, müssten die Kosten der Milcherzeuger gleich mit einberechnet werden, fordert das EP. Über die Intervention sollte deshalb nicht mehr nur der Produktpreis, sondern gleich eine Gewinnmarge für die Erzeuger abgesichert werden. Weiterhin regt das EP die verstärkte Nutzung von Warenterminbörsen gegen zunehmende Preisschwankungen an.

Abgeordnete, die nach dem Ende des Quotensystems andere Formen der Mengensteuerung forderten, konnten sich nicht durchsetzten. In der Erklärung werden die Erzeuger aufgefordert, sich zusammenzuschließen, um der Macht des Lebensmittelhandels etwas entgegensetzen zu können. Entsprechende Anregungen im bereits beschlossenen Milchpaket seinen von den Milcherzeugern bisher kaum aufgegriffen worden, bedauern die Abgeordneten. EU-Agrarkommissar Phil Hogan lehnt höhere Interventionspreise ab. Nach seiner Meinung sollten die Erzeuger wegen der schlechten Preise weniger Milch produzieren. Eine Anhebung des Sicherheitsnetzes sei deshalb das falsche Signal an die Milchbauern, betonte der Agrarkommissar in Straßburg. (Mö)
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