Zukunft der GAP

EP fordert mehr Sicherheit

Erste Hinweise für die Gestaltung der GAP nach 2020 geben die Agrarexperten im EP. In einer Erklärung legen sie den Akzent auf zunehmende Preisschwankungen, die die Einkommen der Landwirte verminderten und sie von notwenigen Investitionen in ihre Betriebe abhielten. Bisher gebe es lediglich in der 2. Säule der GAP ein Instrument zur Preisabsicherung. Es werde nur von wenigen EU-Mitgliedstaaten genutzt und habe mit 2 Prozent einen minimalen Anteil an den Ausgaben in der 2. Säule. Die USA, China und Brasilien gingen einen anderen Weg, bemängelt der EP-Agrarausschuss. Dort würden immer mehr Haushaltsmittel für die Risikoabsicherung von Landwirten verwendet, wohingegen sich die EU auf entkoppelte Direktzahlungen beschränke. Die Europaabgeordneten fordern deshalb einen Ausbau der Versicherung gegen Preisschwankungen. Zudem wollen sie Erzeugergemeinschaften stärken und für mehr Preistransparenz sorgen. (Mö)
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