Milchkrise

EP für Ad-hoc-Intervention


Die Verwendung von Butterfett in der Speiseeisherstellung und für Backwaren sollte unterstützt werden, heißt es in einem Papier der christdemokratischen Abgeordneten im EP zur Milchkrise. Das Butterfett sollte Palmöl ersetzen, das die Umwelt belaste.

Albert Deß (CSU) und sein rumänischer Kollege Marian-Jean Marinescu schlagen zudem eine „Ad hoc“-Intervention vor. Butter und Magermilchpulver sollen in Krisen ohne vorherige Ankündigung zum Marktpreis von der EU aufgekauft werden, um einen Effekt zu erzielen. Das bisherige Interventionssystem ist nach Ansicht der EPP zu träge und deshalb kaum wirksam.

Maßnahmen gegen unfaire Handelspraktiken gefordert

Zudem wird die EU-Kommission aufgefordert, unbürokratische und zeitlich befristete Vorschriften zur Verminderung der Milchmenge zu erlassen. Schließlich gehen die Christdemokraten den Lebensmittelhandel an, der seine dominierende Stellung ausnutze und deshalb mit für die Krise verantwortlich sei. Die EPP fordert Maßnahmen gegen unfaire Handelspraktiken und beklagt Listungsgebühren im Supermarkt und häufig säumige Zahlungen an die Lieferanten. (Mö) 
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