Klimakonferenz

EP kritisiert bisherige Angebote


Die Angebote, die für die Klimakonferenz auf dem Tisch liegen, reichten nicht aus, halten die Europaparlamentarier in einer Erklärung fest. Die bisherigen Angebote ließen eine Erwärmung um 2,7 bis 3,5 Grad Celsius zu, was eindeutig zu viel sei. Das EP fordert deshalb eine Verminderung der Treibhausgase um 40 Prozent zwischen 1990 und 2030, sowie eine Verbesserung der Energieeffizienz um ebenfalls 40 Prozent und einen Anteil von Wind, Sonne und Wasserkraft von 30 Prozent bis 2030. Damit geht das Parlament über das Verhandlungsangebot der EU hinaus. Vor allem müsse mehr im Transportsektor getan werden, heißt es in der Erklärung zur COP 21. Die Abgeordneten fordern eine Beschränkung der Treibhausgasemissionen im Luftverkehr und im Seeverkehr. Noch im nächsten Jahr sollten dazu internationale Abkommen abgeschlossen werden. Die Klimakonferenz in Paris könne nur Erfolg haben, wenn die Industrieländer die versprochenen 100 Mrd. $ jährlich den Entwicklungsländern bereitstellen. Um die Summe zu finanzieren, sollten ein Teil der Einnahmen aus dem Emissionshandel der EU und aus den Steuern im Flugverkehr dafür verwendet werden. Die Erklärung des EP ist rechtlich nicht bindend sondern ein politischer Aufruf. (Mö)      
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