Mercosur

EP warnt vor Rindfleischeinfuhren


Im Europaparlament standen mögliche Einfuhren von Rindfleisch im Mittelpunkt einer Debatte über die Mercosurverhandungen. Vor allem französische Abgeordnete erklärten, die Marktöffnung gegenüber Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay könne das Ende der europäischen Landwirtschaft bedeuten. Die Grünen, die Linken und die Rechtspopulisten warnten vor den sich überlagernden Effekten, wenn Abkommen mit den USA, Kanada und jetzt auch noch mit den Mercosurländern gleichzeitig abgeschlossen werden. Dagegen sehen die Christdemokraten, die Sozialdemokraten und die Liberalen in einem Freihandelsabkommen mehr Chancen als Risiken.

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström betonte die einmalige Chance für Verhandlungsfortschritte, nachdem Argentinien eine neue Regierung habe. Malmström verstehe die Empfindlichkeiten des europäischen Agrarsektors, der sich gerade in einer Krise befinde. Durch zusätzliche Exporte von Molkereiprodukten und Schweinefleisch brächte ein Abkommen auch Vorteile, erklärte die Kommissarin. In beiden Sparten weise die EU heute schon eine positive Handelsbilanz mit Südamerika auf. (Mö)
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