Spritzverbot

EP will verhandeln

In ihrem delegierten Rechtsakt zur Vereinfachung des Greening sieht die EU-Kommission ein Verbot für Pflanzenschutzmittel auf der ökologischen Vorrangfläche vor. Die EU-Mitgliedstaaten und das Europaparlament haben eigentlich bis zum 15. April Zeit, um den delegierten Rechtsakt zu akzeptieren oder zurückzuweisen. Der EP-Agrarausschuss hat jetzt die Einspruchsfrist bis zum 15. Juni verlängert. Gegen das Spritzverbot regt sich Widerstand unter den Abgeordneten. Es bringe Einkommensverluste für den Landwirt mit sich, kritisiert Elisabeth Köstinger (EPP). Zudem werde der Anbau von Eiweißpflanzen auf der ökologischen Vorrangfläche dringend gebraucht, um die Futtergrundlage in der EU zu verbessern, betonte die Abgeordnete aus Österreich. Albert Deß (CSU) will den delegierten Rechtsakt deshalb gleich zurückweisen, fand aber bisher keine Mehrheit im Ausschuss. Die Grünen, die Linken und Teile der Sozialdemokraten sind mit den strengen Umweltauflagen der EU-Kommission einverstanden. Jetzt soll mit der EU-Kommission immerhin verhandelt werden. (Mö)
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