Sondersitzung

EU-Agrarminister beraten Embargo

In Brüssel tagt der EU-Agrarrat am 5. September.
-- , Foto: da
In Brüssel tagt der EU-Agrarrat am 5. September.

Experten der EU-Kommission und der Mitgliedstaaten haben heute in Brüssel erstmals über die Auswirkungen des russischen Importstopps für Agrarprodukte und Lebensmittel sowie mögliche Maßnahmen zur Abfederung drohender Schäden beraten. Dabei wurde ein Forderungskatalog der österreichischen Task Force präsentiert.

Der Forderungskatalog an die EU umfasst mehrere Punkte. So soll die EU-Kommission mögliche Aktionen über soziale Absatzmärkte in der EU etwa in Krankenhäusern und Schulen prüfen. Angedacht sind auch Nahrungsmittelhilfsprogramme für Krisenregionen. Vorgeschlagen werden auch Maßnahmen wie die Einführung der privaten Lagerhaltung etwa für Schweinefleisch oder Verarbeitungsbeihilfen. Auch eine Prüfung, ob durch den russischen Importstopp WTO-Regeln verletzt werden, wird angeregt.

Seitens der EU-Kommission wurde der Ernst der Lage bestätigt. In den kommenden Wochen soll eine genaue Marktbeobachtung und Marktanalyse erfolgen. Darauf aufbauend wird die EU-Kommission Marktentlastungsmaßnahmen prüfen.

Österreich hat vorgeschlagen, unter dem Motto „green exports" sollen durch eine verstärkte Zusammenarbeit der zuständigen Stellen neue Absatzmärkte in Asien und Afrika angesprochen werden. Eine erste Evaluierung des in Österreich bereits entstandenen Schadens ergab ein Volumen von rund 4,5 Mio. €. (da)
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