Russlandembargo

EU-Exporteure finden Alternativen


Die Agrarexporte der EU konnten von August bis Dezember 2014 im vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent gesteigert werden. Nach dem Einbruch der Ausfuhren direkt nach der Verhängung des Einfuhrverbots im August boomten die Lebensmittelausfuhren im Oktober 2014 schon wieder. Die EU-Kommission berichtet von zweistelligen Zuwachsraten für die Exporte aus der EU nach China, Südkorea und in die USA. Die Rindfleischexporte steigerten sich von August bis Dezember 2014 gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent und die Geflügelexporte um 3 Prozent. Die Ausfuhren von Schweinefleisch konnten sich auf dem Niveau des Vorjahres halten. Dagegen verminderten sich die Käseexporte der EU um 19 Prozent und die Butterausfuhren um 4 Prozent, wobei die EU-Kommission festhält, dass es im Dezember 2014 schon wieder aufwärts ging. Besonders Erzeugnisse, die nicht vom Russlandembargo betroffen sind, konnten im 2. Halbjahr 2014 ein Plus verzeichnen. Die Ausfuhren der EU von Backerzeugnissen, Nudeln und Babynahrung in alle Drittländer stiegen um 14 Prozent an, Heimtiernahrung und lebende Tiere um jeweils 11 Prozent, Süßwaren um 10 Prozent und Bier um 7 Prozent. (Mö)
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