Fipronil

EU-Kommission für besseren Informationsfluss

"Jetzt ist der Moment, um in einer koordinierten und transparenten Weise zu handeln, nicht um irgendein Schwarzer-Peter-Spiel anzufangen", so ein Sprecher der EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel. Die Kommission steht seit Kurzem selbst unter Verdacht, Informationen zurückgehalten zu haben. Nun sagt die Kommission aus, im aktuellen Fall von mit Fipronil belasteten Eiern sei sie über das Schnellwarnsystem RASFF von belgischen Behörden am 20. Juli 2017 informiert worden. Belgien habe seit diesem Zeitpunkt den Vertrieb von Eiern aus 86 belgischen Betrieben gestoppt. Die Niederlande hätten das System am 26. Juli 2017 aktiviert und bis zu 195 Betriebe geblockt. In Deutschland waren seit dem 31. Juli 2017 vier Betriebe gesperrt worden.


In den vergangenen Tagen habe EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis mit den Agrarministern Belgiens, Deutschlands sowie der Niederlande gesprochen, heißt es in einer Mitteilung der EU-Vertretung in Deutschland. Das im Jahr 1979 eingeführte Schnellwarnsystem Rapid Alert System for Food and Feed (RASFF) sei eine bewährte Einrichtung für gegenseitige Warnungen der EU-Mitgliedsstaaten vor gesundheitlichen Risiken. 

Wie die Kommission am heutigen Freitag bekannt gab, sollen am 26. September Gespräche zwischen hochrangiigen Vertretern der EU-Mitgliedsstaaten stattfinden. Zum jetzigen Zeitpunkt bleibe es für die Kommission von höchster Prioritä, die aktuelle Situation zu überwachen und für eine rasche Aufklärung durch die nationalen behörden zu sorgen. (jst)
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