Milchprodukte

EU-Kommission gegen verpflichtende Labels


Sollte es zu einer verpflichtenden Kennzeichnung von Milcherzeugnissen kommen, müssten die Molkereien angeben, aus welchem EU-Mitgliedsstaat die Milch kommt und wo sie verarbeitet wurde. Dies würde zu Mehrkosten von 1 bis 8 Prozent führen, rechnete die EU-Kommission in einer Studie zu den Kosten von Herkunftsangaben aus. Je nach Mitgliedsland fallen die Kosten unterschiedlich hoch aus.

Benachteiligt wären vor allem grenznah gelegene Molkereien und Unternehmen, die wegen ihrer Größe ihre Rohstoffe aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten beziehen.

Die EU-Kommission weist darauf hin, dass Verbraucher zwar Angaben über die Herkunft von Molkereierzeugnissen wünschen. Sie seien aber kaum bereit dafür zu zahlen, warnt die EU-Kommission. Sie schlägt deshalb vor, es bei freiwilligen Herkunftsangaben zu belassen, die heute schon als Marketinginstrument genutzt werden. (Mö)
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