Das Hilfspaket für Landwirte umfasst 600 Mio. €, mit denen Schäden aus den Jahren 2013 und Folgeschäden 2014 ausgeglichen werden sollen. Bis zu 100 Prozent Ersatz für verlorene Maschinen, Ausrüstungen, Vorräte, Tiere und Feldbestände sind möglich. Die Bundesregierung hatte das Hilfsprogramm am 10. Juni in Brüssel zur Genehmigung vorgelegt. Die Finanzierung erfolgt jeweils zur Hälfte aus Mitteln des Bundes und der Länder.

Die EU-Kommission sieht das Programm im Einklang mit dem EU-Beihilferecht. Um beim nächsten Hochwasser schneller handeln zu können, hat die Kommission auch gleich grünes Licht für entsprechende Fälle in der Zukunft gegeben.

Dass die ganze Summe ausgeschöpft wird, ist nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV) unwahrscheinlich. Der finanzielle Schaden für die Landwirtschaft durch die Überflutungen beträgt nach vorläufigen Berechnungen der Bundesländer rund 400 Mio. €. Am stärksten sind nach Angaben des BMELV Bayern und Sachsen-Anhalt mit Hochwasserschäden von jeweils rund 117 Mio. € betroffen, gefolgt von Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen. (Mö/az)
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