In der GAP-Reform von 2013 werden Landwirten Ausnahmen vom EU-Kartellrecht eingeräumt. Ihre Position auf dem Markt soll sich durch die erweiterten Möglichkeiten für Preisabsprachen verbessern. Die EU-Kommission hat jetzt Leitlinien herausgegeben. Darin klärt sie die Einzelheiten für die gemeinsame Vermarktung von Ackerkulturen, Rindfleisch und Olivenöl. Die Erzeugergemeinschaften dürfen über höchstens 15 Prozent der nationalen Produktionsmenge verfügen. Die EZG sollte zudem neben der Vermarktung weitere Aktivitäten entfalten, wie die Lagerung, den Transport oder den gemeinsamen Einkauf von Betriebsmitteln. Der Zusammenschluss soll schließlich effizienter sein als die Alleinvermarktung. In den Leitlinien erklärt die EU-Kommission an Hand von Beispielen, wie diese Voraussetzungen für den Zusammenschluss zu verstehen sind. „Die Leitlinien helfen den Landwirten, die Auswirkungen der zunehmenden Konzentration auf der Verarbeitungs- und Einzelhandelsstufe der Lebensmittelkette aufzufangen“, betonte EU-Agrarkommissar Phil Hogan. (Mö)
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